Rosenlexikon

Wildrosen

Ursprünglich fanden sich auf der nördlichen Halbkugel einmal blühende Wildrosen. Das änderte sich durch die Ausbreitung der Zivilisation, der Feldzüge Alexander des Großen und die stetige Vergrößerung des Römischen Reiches. Der Handel mit Nutzpflanzen breitete sich aus und somit gelangten unbekannte Arten in den Nahen Osten und Europa.

Wildrosen sind die Urahnen aller Rosen. Wildrosen sind Rosen, wie sie am Naturstandort vorkommen. Sie sind aus unserem Landschaftsbild nicht wegzudenken und tragen zur Lebensgrundlage zahlreicher Tiere bei. Es gibt sie in unterschiedlichen Wuchshöhen und können somit z.B. als Solitär oder auch Hecke eingesetzt werden. Ob nun als Strauch- oder auch Kletterrose, fast alle Wildrosen blühen nur einmal im Jahr und zwar sehr zeitig zwischen Mai und Juni. Von einigen Arten gibt es sehr schöne Gartensorten, die nicht nur im Frühsommer durch ihren Blütenreichtum bestechen, sondern auch im Herbst durch ihre vielfältigen Hagebutten. Wuchshöhe 120 bis 150 cm.

Beetrosen

Hierzu gehören kleinblütige Polyantha-Hybriden und die großblütigeren Floribunda Rosen. Sie erreichen eine Höhe von maximal 1 Meter und sind öfters blühend. Eine Rosengruppe die eine Vielzahl an Blütenformen und Farben aufweist. Ideal zur Gruppenbepflanzung mit schöner Fernwirkung.

Beetrose `Aprikola` mit ADR-Prädikat
Edelrosen:

Nennt man auch Teehybriden. Sie tragen einzelne, edel geformte, stark gefüllte und oft duftende Blüten auf einzelnen Stielen. Sie gehören zu den Beetrosen. Aufgrund ihres straff aufrechten Habitus sollten Edelrosen in Gruppen gepflanzt werden. Sehr schöne und lang haltende Vasenrosen. Wuchshöhe 70 bis 120 cm.

Kleinstrauchrosen:

Eine große Rosengruppe mit vielen Verwendungsmöglichkeiten. Flachwachsende, buschig aufrechte, überhängende oder kompakte Rosen mit einer umfangreichen Farbauswahl und oft hoher Blattgesundheit machen Anfängern und Profis viel Freude. Wuchshöhe 100 cm.

Bodendeckerrosen:

Diese Rosen bedecken durch ihr üppiges Laub und kriechenden Wuchs die Bodenoberfläche so gut, das es nicht zur Unkrautbildung kommt. Sie werden deswegen gerne im öffentlichen Grün eingesetzt. Im Privatgarten eignen sie sich gut zur flächigen Bepflanzung oder als herabhängende Einzelpflanzungen in großen Gefäßen. Untergruppe der Kleinstrauchrosen. Wuchshöhe 50 bis 120 cm.

Zwergrosen:

Kompakter Wuchs und Blütenreichtum machen die “Minis” zu idealen Kandidaten für Töpfe, Kübel sowie kleine Beete oder zur Wegeinfassung. Wuchshöhe 20 bis 50 cm.

Strauchrosen

Hier unterscheidet man einmalblühende und öfterblühende Strauchrosen. Höhe 1,00 – 2,00 Meter.

Die öfterblühenden Zierstrauchrosen blühen ab Juni den Sommer über bis zum Frost mehrmals. Hier gibt es einfach- als auch gefüllt blühende Vertreter in allen Farben außer Blau.

Die einmalblühenden Strauchrosen werden auch Parkrosen genannt und haben eine große Winterhärte. Zu ihnen gehören die Wildrosen, wie auch die Alten bzw. Historischen Rosen. Einige von ihnen wie z. B. die Alba-, Centifolia- und Gallicarosen blühen im Juni bis Anfang Juli. Damaszena-, Bourbon- und Remontant-Rosen bekommen noch eine schwächere Nachblüte, d.h. sie remontieren.

Kletterrosen

Climber:

Diese Rosen werden umgangssprachlich als Kletterrosen betitelt. Ihr Wuchs ist steif aufrecht und meist öfters blühend. Diese Rosengruppe zeichnet sich durch eine Vielzahl an Blütenformen und Farben aus. Climber werden 2-3 m hoch und sind bestens geeignet zum Beranken von Rosenbögen, Lauben, Obelisken, Holz- und Steinwänden.

Rambler:

Darunter werden alle Kletterrosen zusammengefasst, die lange, biegsame oft kriechende oder hängende Triebe. Sie werden 6 Meter und gößer. Die meist kleinen Blüten sind in üppigen Büscheln oder Dolden angeordnet und erscheinen meist nur einmal im Sommer (Juni/Juli). Die enormen Ranken klettern gerne in lichte Obstbäume von denen sie in blühenden Kaskaden herbafallen.

Die vereinzelten öfters blühenden Rambler werden bis maximal 3 Meter hoch und bekommen eine geringe Nachblüte.

Stammrosen

Es gibt Trauer-/ Kaskadenstämme (Höhe: 140 cm), Hochstämme (Höhe: 90 cm), Halbstämme (Höhe: 60 cm) und Fußstämme (Höhe: 0,40 cm).

Trauerstämme bzw. Kaskadenstämme sind auf Stamm veredelte Kletter- und Bodendeckerrosen. Sie haben einen überhängenden Wuchs, der teilweise bis zum Boden geht. Die Kronen sind sehr üppig und dementsprechend benötigt die Pflanze einen ausreichenden Platz.

Hoch-, Halb- und Fußstämme sind auf Stamm veredelte Beet-, Strauch- oder Zwergrosen. Sie bringen Höhe in die Beete und bilden so dekorative Blickpunkte.

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Übersetzung von Fabian Künzel | Modifiziert von Jeanette Griese